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Kultur | Museum

Angelika Kauffmann Museum Schwarzenberg

Angelika Kauffmann Museum
  • Von außen unsichtbar enthält das 450 Jahre alte Gebäude im ehemaligen Wirtschaftstrakt einen modernen Ausstellungsraum. Darin werden jährlich wechselnde Themenausstellungen mit Originalwerken der berühmten Malerin gezeigt. Der anlässlich des 200sten Todestages von Angelika Kauffmann 2007 eröffnete Trakt erfüllt aktuelle Museumsanforderungen und wurde vom Architektur-Büro Dietrich-Untertrifaller geplant. Im Geist der modernen Vorarlberger Bauschule gehen alte und neue Holzarchitektur ineinander über.

    Das ursprüngliche Heimatmuseum wurde 1913 eingerichtet. Nach der dritten Übersiedlung befindet es sich seit 1928 im so genannten Kleberhaus, dem heutigen Angelika Kauffmann Museum. Im vorderen Teil ist die Bregenzerwälder Wohnkultur des 19. Jahrhunderts zu sehen. Ebenerdig befinden sich Schopf (Laube), Küche, Stuben, Gaden (Elternschlafzimmer), Trachten- und Tonwarenausstellung. Während im Obergeschoss Kinderschlafzimmer, eine Ausstellung von Milchverarbeitungsgeräten und religiöse Kleinkunst präsentiert werden, zeigt das Dachgeschoss alte Waffen, Musikinstrumente, Tafelgeräte und geschmiedete Grabkreuze.

     

    Sommerausstellung

    Das bin ich. Kinderporträts von Angelika Kauffmann

    Schon früh malte die junge Künstlerin Kinder, nicht zuletzt ihr eigenes „Selbstbildnis als Sängerin mit Notenblatt“, das sie als Zwölfjährige zeigt. In der Ausstellung werden zwei frühe Kinderporträts von Hercules und Anton von Salis-Soglio zu sehen sein. Auch in ihren Lehrjahren in Italien beschäftigte sich Angelika Kauffmann mit der Darstellung von Kindern. So kopierte sie um 1764 in Rom Tizians Porträt von „Clarissa Strozzi im Alter von zwei Jahren“.

    Blüte des Porträts

    Der englische Porträtmarkt boomte, als die junge Künstlerin 1766 nach London kam. Sie wurde zu einer gefragten Porträtistin. Neben besonders vielen Frauenbildnissen entstand auch eine große Zahl an Kinderporträts. Präsentiert werden ausgewählte Beispiele wie „Das Blumenmädchen“ oder die beiden Pendants „Drei Kinder mit zwei Vögeln und Blüten“ und „Vier Kinder mit einem Früchtekorb“, welche 1779 in der Royal Academy ausgestellt waren. Darstellungen von Jesuskind und Kinderfiguren aus Historiengemälden ergänzen die Schau.

    Königliche Familie von Neapel

    Ähnlich wie die königlichen Aufträge Kauffmanns Karriere in England förderten, hatte das Familienbildnis der Königlichen Familie von Neapel weitere wichtige Aufträge zur Folge. Der Entstehungsprozess dieses Familienbildnisses mit sieben Kindern aus den Jahren 1782/83 kann in der Ausstellung nachvollzogen werden. Die Künstlerin malte in Neapel Kopfstudien der einzelnen Personen. Daraufhin schuf sie die in der Ausstellung präsentierten Ölstudie. Im nächsten Schritt entstand ein Kompositionsentwurf für das endgültige Ölgemälde, das sich noch heute im Museo di Capodimonte in Neapel befindet.

    Öffnungszeiten

    Mai bis Oktober
    Dienstag – Sonntag 10-17 Uhr

    Preise

    Aktuelle Preisinformationen finden Sie auf der Homepage des Angelika Kauffmann Museums.

    V-CARD Vorarlberg

    Präsentiert von: V-CARD Vorarlberg, Autor: Vorarlberg Tourismus GmbH